Einordnungen zur Windenergie
Als lokaler Bürgerwindpark möchten wir die Diskussion über Windenergie offen und auf Grundlage gesicherter Informationen führen.
Viele der kursierenden Behauptungen über Windkraft sind verständlich, aber oft unvollständig oder veraltet.
Deshalb haben wir die wichtigsten Aussagen zusammengetragen und diese anhand von Fakten, aktuellen Zahlen, Studien und Quellen eingeordnet – klar, nachvollziehbar und transparent.
Schauen Sie doch mal hinter die folgenden Behauptungen.
"Die Energiewende ist ohne Kernenergie und fossile Brennstoffe nicht machbar."
Die Energiewende ist technisch und wirtschaftlich machbar – auch ohne Atomkraft und fossile Brennstoffe.
Zahlreiche Studien, u. a. vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), der Deutschen Energieagentur (dena) und dem Umweltbundesamt (UBA), zeigen:
Deutschland kann seine Stromversorgung vollständig aus erneuerbaren Energien decken – sicher, zuverlässig und zu vertretbaren Kosten.
Schon heute stammen rund 60 % des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen (Stand 2023).
Wind- und Solarenergie sind die tragenden Säulen, ergänzt durch Biomasse, Wasserkraft, Geothermie und Speichertechnologien.
Die Herausforderungen liegen weniger in der Erzeugung als in der Speicherung und Netzintegration – und genau hier schreitet die Entwicklung rasant voran:
Batteriespeicher werden großflächig ausgebaut.
Wasserstofftechnologien können künftig saisonale Schwankungen ausgleichen.
Intelligente Netze und europäische Stromverbünde sorgen für Versorgungssicherheit.
Kernenergie spielt dabei keine wirtschaftliche Rolle mehr:
Neue Atomkraftwerke wären deutlich teurer als Wind- oder Solarstrom (laut IEA und Fraunhofer ISE über 15 ct/kWh).
Zudem sind Neubauten extrem langwierig, während der Ausbau der Erneuerbaren schneller, günstiger und sicherer gelingt.
Fossile Brennstoffe bleiben langfristig keine Option, da sie Klimaziele verfehlen und Importabhängigkeit schaffen.
Fazit:
Mit Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Speichern ist eine 100 % erneuerbare Energieversorgung realisierbar.
Die Energiewende braucht keine Atomkraft und keine fossilen Brennstoffe, sondern konsequenten Ausbau moderner, heimischer Technologien.
Quellen:
Fraunhofer ISE (2023): Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem in Deutschland (REMod-Studie)
Deutsche Energieagentur (dena, 2023): dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität
Umweltbundesamt (UBA, 2024): Klimaneutralität 2045 – Technische Machbarkeit und Pfade
Internationale Energieagentur (IEA, 2023): Projected Costs of Generating Electricity
"Windenergie ist teuer und unwirtschaftlich."
Das stimmt nicht. Studien des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE, 2024) zeigen: Eine Kilowattstunde Windstrom kostet 4 bis 9 Cent.
Zum Vergleich:
Gaskraftwerke erzeugen Strom für etwa 10 – 18 Cent,
Braunkohlekraftwerke für 8 – 14 Cent (inkl. CO₂-Kosten).
Windenergie braucht keinen Brennstoff und bleibt langfristig preisstabil. Fossile Kraftwerke dagegen verursachen hohe und schwankende Kosten. Auch die Ausschreibungen 2024 zeigen marktnahe Preise von rund 7 ct/kWh.
Fazit:
Windstrom ist heute eine der günstigsten Energieformen in Deutschland.
Quellen:
Fraunhofer ISE (2024): Levelized Cost of Electricity – Renewable Energy Technologies
IRENA (2024): Renewable Power Generation Costs in 2023
Bundesnetzagentur / Windbranche.de: Ausschreibungsergebnisse Onshore-Wind 2024
"Windräder laufen oft gar nicht – sie sind ineffizient.“
Moderne Windkraftanlagen erreichen in Deutschland Volllaststunden von 2.000 bis 3.500 Stunden pro Jahr – das entspricht einer Auslastung von 25 – 40 Prozent. Zum Vergleich: Gaskraftwerke laufen im Durchschnitt nur rund 10 – 20 Prozent der Zeit, weil sie meist für Spitzenlasten eingesetzt werden.
Der technische Wirkungsgrad moderner Windturbinen liegt über 45 Prozent – das ist physikalisch bedingt der optimale Bereich für Windenergie.
Fazit:
Windräder liefern verlässlich Strom und nutzen den verfügbaren Wind technisch sehr effizient.
Quellen:
Fraunhofer ISE (2024): Energy Charts – Jahresanalyse 2023 / Volllaststunden Onshore-Wind.
BMWK (2023): Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien.
BDEW (2023): Erneuerbare Energien in Zahlen – Jahresbericht.
"Windräder lohnen sich nur mit Subventionen.“
Das war einmal. Seit 2017 werden neue Windparks über Ausschreibungen vergeben. Die Betreiber bieten dabei selbst an, zu welchem Preis sie Strom liefern können. Die meisten Projekte kommen ohne staatliche Zuschüsse aus. Die garantierte Vergütung liegt in etwa auf dem Niveau des Börsenstrompreises.
Erneuerbare Energien haben außerdem keine Brennstoffkosten, während Kohle- und Gaskraftwerke dauerhaft auf teure Importe angewiesen sind.
Fazit:
Windenergie funktioniert im Wettbewerb und wird nicht mehr subventioniert, sondern marktwirtschaftlich ausgeschrieben.
Quellen:
BMWK (2023): EEG 2023 – § 6 Kommunale Beteiligung an Windparks.
BWE (2024): Kommunale Wertschöpfung durch Windenergie – Faktenblatt.
Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW, 2022): Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien in ländlichen Räumen.
"Windenergie nützt nur Investoren, nicht der Region.“
Das Gegenteil ist der Fall. Windparks bringen direkte Einnahmen in die Gemeinden – durch Gewerbesteuern, Pachten und Bürgerbeteiligungen.
Beispiel: Eine typische Windenergieanlage kann jährlich 20.000 – 60.000 Euro an regionalen Zahlungen erzeugen.
Viele Projekte im Landkreis Lüneburg setzen bereits auf Bürgerwind-Modelle, bei denen Anwohnerinnen und Anwohner finanziell beteiligt werden können.
Fazit:
Windenergie stärkt die regionale Wirtschaft – sie schafft Einnahmen, Arbeitsplätze und lokale Unabhängigkeit.
Quellen:
BMWK (2023): EEG 2023 – § 6 Kommunale Beteiligung an Windparks.
BWE (2024): Kommunale Wertschöpfung durch Windenergie – Faktenblatt.
Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW, 2022): Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien in ländlichen Räumen.
"Windparks verschandeln die Landschaft.“
Das ist eine Frage der Wahrnehmung – aber kein technisches oder ökonomisches Argument. Windparks werden heute gezielt geplant, mit Abständen zu Wohngebieten, Rücksicht auf Landschaftsschutzgebiete und Einbindung in bestehende Infrastruktur. Der Bürgerwindpark Mechtersen wird im Rahmen des Raumordungsprogramms des Landkreises Lüneburg geplant und errichtet, das den Auswirkungen auf das Landschaftsbild einen sehr hohen Stellenwert einräumt.
Viele Regionen zeigen: Mit guter Planung und Beteiligung lassen sich Windanlagen harmonisch in die Landschaft integrieren. Zudem leisten sie einen sichtbaren Beitrag zum Klimaschutz – und das wird zunehmend als positives Symbol wahrgenommen.
Fazit:
Windenergie verändert Landschaften, aber sie bewahrt Klima und Lebensqualität. Sichtbare Anlagen stehen für lokale Verantwortung und saubere Energie.
"Windenergieanlagen gefährden die Vogel- und Fledermauspopulationen."
Der Schutz von Vögeln und Fledermäusen ist Teil jedes Genehmigungsverfahrens. Das gilt selbstverständlich auch für den geplanten Bürgerwindpark in Mechtersen.
Moderne Anlagen werden mit Abschalt-Algorithmen, Radarsensoren und automatischen Betriebsunterbrechungen betrieben, um Kollisionen zu vermeiden.
Laut BfN liegt das Tötungsrisiko pro Vogel und Jahr an Windrädern deutlich unter dem Risiko durch Straßenverkehr, Stromleitungen oder Hauskatzen.
Fazit:
Mit moderner Technik und Standortwahl lässt sich der Artenschutz wirksam sicherstellen. Windkraft ist vereinbar mit Biodiversität, wenn sie sorgfältig geplant wird.
Quellen:
Bundesamt für Naturschutz (BfN, 2023): Vogelschutz und Windenergie
Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW, 2022): Vermeidungsmaßnahmen für Fledermäuse
"Windenergieanlagen beeinträchtigen Naturschutzgebiete und wertvolle Landschaften."
Naturschutzgebiete und Natura-2000-Flächen sind gesetzlich streng geschützt. Windenergieanlagen dürfen dort nicht errichtet werden.
In der Planung müssen Artenschutz, Landschaftsbild, Abstände und Eingriffsregelungen geprüft und dokumentiert werden.
In Schutzgebieten, Naturparken oder Waldstandorten gilt grundsätzlich: Nur wenn keine Beeinträchtigung schutzwürdiger Güter zu erwarten ist, darf eine Anlage genehmigt werden.
Fazit:
Windenergieanlagen werden nicht in geschützten Naturgebieten errichtet. Der Naturschutz ist fester Bestandteil jeder Genehmigung.
Quellen:
Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG §§ 34–35)
Bundesamt für Naturschutz (BfN, 2023): Windenergie und Naturschutz
"Windenergieanlagen gefährden durch Lärm und Schattenwurf die Gesundheit der Anwohner"
Windenergieanlagen erzeugen Geräusche – aber in einem klar geregelten, gesundheitlich unbedenklichen Rahmen.
Die zulässigen Grenzwerte für Schall werden durch die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) festgelegt und gelten als sehr streng.
Zum Beispiel:
In reinen Wohngebieten dürfen nachts 35 dB(A) nicht überschritten werden.
In Dörfern oder Mischgebieten liegt der Grenzwert nachts bei 40–45 dB(A).
Das entspricht in etwa leisem Flüstern oder Vogelgezwitscher. Moderne Windräder sind deutlich leiser als ältere Modelle, da die Rotorblätter speziell schalloptimiert sind.
Bei jeder Genehmigung wird ein Schallgutachten erstellt, das die Einhaltung der Grenzwerte prüft.
Auch der Schattenwurf ist klar geregelt: Anlagen müssen automatisch abschalten, wenn die zulässige Beschattungsdauer von 30 Minuten pro Tag oder 30 Stunden pro Jahr an einem Wohnhaus erreicht ist.
Diese Vorgaben werden über Schattenwurf-Sensoren überwacht.
Gesundheitliche Auswirkungen durch Windgeräusche oder Schatten sind nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht belegt.
Zahlreiche Studien, unter anderem vom Umweltbundesamt (UBA) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bestätigen: Bei Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte besteht kein Risiko für körperliche oder psychische Gesundheit.
Fazit:
Windenergieanlagen dürfen nur betrieben werden, wenn Lärm- und Schattenwerte unterhalb gesundheitlich relevanter Grenzen bleiben. Das wird behördlich überwacht und ist Teil jeder Baugenehmigung.
Quellen:
Umweltbundesamt (UBA, 2023): Lärm durch Windenergieanlagen – Fakten und Bewertungen
TA Lärm (2021): Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm
WHO (2018): Environmental Noise Guidelines for the European Region
"Windenergieanlagen verursachen gesundheitsschädlichen Infraschall."
Windenergieanlagen erzeugen Infraschall – wie viele andere technische oder natürliche Quellen (z. B. Verkehr, Meeresbrandung, Wind selbst).
Messungen zeigen: Schon ab 150 m Entfernung liegen die Pegel deutlich unterhalb der Wahrnehmungsgrenze des Menschen.
Das Bayerische Landesamt für Umwelt und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik haben in umfangreichen Studien keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Wirkungen durch Infraschall von Windkraftanlagen gefunden.
Fazit:
Die vorhandenen Infraschallpegel aus Windparks liegen weit unter gesundheitlich relevanten Werten. Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis für gesundheitliche Schäden durch Windkraft-Infraschall.
Quellen:
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU, 2021): Infraschall und Windkraftanlagen
Fraunhofer IBP (2022): Wirkung von Infraschall auf den Menschen
"Windkraft führt zur Austrocknung des Bodens bzw. des Waldes."
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Windenergieanlagen Böden oder Wälder austrocknen.
Die Turbinen verändern lokal die Luftströmung, aber dieser Effekt ist gering und auf wenige Dutzend Meter begrenzt. Temperatur- oder Feuchteänderungen im Boden wurden in keiner anerkannten Studie nachgewiesen.
Waldflächen, in denen Windräder stehen, behalten ihre Bodenfeuchte und ökologische Funktion. Die Fundamente sind lokal begrenzt (ca. 0,1–0,2 ha pro Anlage).
Fazit:
Windkraftanlagen trocknen keine Böden aus – derartige Behauptungen entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage.
Quelle:
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ, 2023): Windenergie und Mikroklima im Wald
UBA (2022): Einfluss von Windkraftanlagen auf lokale Klimaparameter – keine signifikanten Effekte
"Die Produktion von Windrädern erhöht die Importabhängigkeit.“
Im Gegensatz zur Photovoltaik ist die Windenergiebranche in Europa weitgehend unabhängig von Importen.
Die meisten Komponenten von Windenergieanlagen – wie Turbinen, Rotorblätter, Generatoren und Steuerungstechnik – werden in Deutschland und anderen EU-Ländern produziert.
Zu den führenden Herstellern zählen Enercon (Deutschland), Vestas (Dänemark), Siemens Gamesa (Deutschland/Spanien) und Nordex (Deutschland/Spanien).
Europa verfügt über eine eigene industrielle Lieferkette für Windenergieanlagen, Getriebe, Türme und elektrische Systeme.
Einige Rohstoffe, etwa Seltene Erden für bestimmte Generator-Typen, stammen zwar zum Teil aus dem Ausland wie beispielsweise China – ihr Anteil am Gesamtmaterial eines Windrads ist aber sehr gering.
Zudem setzen europäische Hersteller zunehmend auf magnetfreie Generatoren oder alternative Materialien, um Importabhängigkeiten weiter zu reduzieren.
Die Europäische Union hat mit dem Net Zero Industry Act (2024) und dem Critical Raw Materials Act gezielte Programme gestartet, um lokale Produktion und Recycling von Schlüsselkomponenten auszubauen.
Fazit:
Windenergieanlagen werden überwiegend in Europa gefertigt. Die Branche stärkt industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung hier vor Ort – nicht die Abhängigkeit von Importen.
Quellen:
Fraunhofer IEE (2023): Struktur der Windindustrie in Deutschland – Produktion und Wertschöpfung.
European Wind Energy Association (WindEurope, 2024): Wind Energy Fact Sheet – European Supply Chain and Manufacturing.
Europäische Kommission (2024): Net Zero Industry Act & Critical Raw Materials Act.
BMWK (2023): Industriepolitische Bedeutung der Windenergie in Deutschland.
"Windkraft beschleunigt den Klimawandel durch Nutzung des Klimakillers SF6."
In einigen älteren Schaltanlagen wurde das Gas SF₆ (Schwefelhexafluorid) als Isoliermittel eingesetzt. Dieses Gas hat tatsächlich ein hohes Treibhauspotenzial.
Aber: Der Einsatz von SF₆ wird seit Jahren stark reduziert und ist durch EU-Verordnung schrittweise verboten. Moderne Windenergieanlagen verwenden entweder keine oder geschlossene Systeme, bei denen kein Gas entweichen kann.
Zum Vergleich: Der Beitrag der Windenergiebranche zu den gesamten SF₆-Emissionen in Deutschland liegt bei unter 0,1 %. Der weit überwiegende Teil stammt aus der Hochspannungs-Schalttechnik in herkömmlichen Stromnetzen – unabhängig von Windenergie.
Fazit:
Windenergie trägt nicht messbar zur Klimaerwärmung durch SF₆ bei. Im Gegenteil: Sie verringert CO₂-Emissionen und schützt damit das Klima.
Quellen:
Umweltbundesamt (UBA 2024): Emissionen fluorierter Treibhausgase
EU-Kommission (2023): Verordnung (EU) 2024/573 – Verbot von SF₆ in Schaltanlagen
"Windturbinen verbrauchen etwa 600 Liter Öl" (Landeszeitung vom 03.01.2026, S. 6)
Windräder enthalten Schmieröl im Getriebe, meist zwischen 200 und 400 Litern – kein „Verbrauch“, sondern ein geschlossener Schmierkreislauf.
Das Öl wird etwa alle 5–10 Jahre gewechselt und fachgerecht entsorgt oder recycelt. Undichtigkeiten sind extrem selten und werden regelmäßig überwacht.
Zum Vergleich: Ein typisches 4-Personen Einfamilienhaus in Deutschland mit Ölheizung verbrennt allein 2000-3000 Liter Heizöl im Jahr.
Fazit:
Windräder verbrauchen kein Öl, sie nutzen es zur Schmierung in geschlossenen Systemen – ohne Umweltgefahr.
Quellen:
Fraunhofer IWES (2023): Betriebsstoffe und Wartung von Windenergieanlagen
Deutsche WindGuard (2022): Lebenszyklusanalysen von Windenergieanlagen
"Pro Windrad im Wald werden bis zu 20 ha Wald dauerhaft vernichtet.“ (Landeszeitung vom 04.09.2023, S. 6)
Diese Zahl ist extrem übertrieben. Der tatsächliche Flächenbedarf pro Windenergieanlage in Deutschland liegt bei ca. 0,5 ha dauerhaft (Fundament, Kranstellfläche und Wartungsfläche).
Während der Bauphase können bis zu 1 ha temporär genutzt werden, die danach wieder aufgeforstet oder begrünt werden.
Auch im Wald gilt das Bundesnaturschutzgesetz: Eingriffe müssen ausgeglichen werden. Zusätzlich müssen dauerhaft gerodete Flächen forstrechtlich durch Erstaufforderungen von Ackerflächen ersetzt werden.
Fazit:
Windräder im Wald führen nicht zur großflächigen Waldvernichtung. Der dauerhafte Flächenverbrauch ist gering und ausgleichspflichtig.
Quellen:
Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR, 2023): Windenergie im Wald – Faktenblatt
UBA (2022): Flächenbedarf und Umweltwirkungen von Windenergieanlagen

